
Wurst, Schinken & Käse – vom Eichelschwein und aus der Emilia-Romagna
Zwei Sortimente stehen hier nebeneinander, und beide haben denselben Grund: Tiere und Käse, die Zeit bekommen haben. Auf der einen Seite das Eichelschwein von der Waldweide – luftgetrockneter Schinken, grüner Speck, Salami und Wurst. Auf der anderen der Berg-Parmigiano aus der Emilia-Romagna in vier Reifestufen und der eingelegte Robiola aus dem Piemont.
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Vier Reifestufen desselben Käses von derselben Käserei. Der Unterschied zwischen 24 und 48 Monaten ist größer, als die Zahl vermuten lässt – und er entscheidet, wofür der Käse taugt.
Robiola d’Alba, gewürfelt und in Olivenöl eingelegt. Ein Käse, der schon fertig ist, wenn das Glas aufgeht – direkt auf die Antipastiplatte, aufs Brot oder zu gegrilltem Gemüse.
Das Herzstück der Kategorie. Grüner Speck, Schinken, Bauchspeck und Schinkenspeck von Schweinen, die auf Waldweiden leben und sich von Eicheln ernähren – mindestens sechs Monate an der Luft gereift. Weil jedes Stück ein Naturprodukt ist, steht das genaue Gewicht am Artikel. Gleiche Ware, unterschiedliche Stücke.
Drei Sorten aus demselben Fleisch: klassisch, mit Chili und mit Fenchel. Italienische Salami führen wir nicht mehr – die Zutatenlisten passen nicht zu dem, was wir sonst ins Regal stellen.
Die Brotzeit vom selben Tier wie der Schinken nebenan: fränkische grobe Bratwurst, Leberwurst in drei Varianten, Schinkenwurst mit Pistazien, Bierwurst und Bauernschmaus. Dazu Griebenschmalz, eine Speckcreme mit Rosmarin und drei Zubereitungen, die man eher als kleines Gericht isst.
Die feinere Seite der Streichbaren. Fünf Patés mit jeweils einer eigenen Richtung – Pfifferlinge, Trüffel, Apfel-Calvados, Cranberry-Apfel, Preiselbeere – und dazu die klassische Rillette.
Was diese Kategorie zusammenhält
Es ist nicht die Herkunft – das eine kommt aus Franken, das andere aus Italien. Es ist die Zeit: Der Schinken trocknet monatelang an der Luft, der Parmigiano reift zwei bis vier Jahre im Bergregal. Beides lässt sich nicht beschleunigen, und beides schmeckt man.
Das Eichelschwein von der Waldweide
Schweine, die wirklich im Wald weiden, sind heute selten. Hier sind es alte, robuste Rassen, die nach traditioneller Art auf Waldweiden gehalten werden: jedes Tier hat mindestens 1.000 Quadratmeter Fläche, darf wühlen, suhlen und sich von Eicheln ernähren. Damit die Tiere nicht verwildern, werden sie ab und zu mit Futter angelockt – Erbsen sind der zuverlässigste Weg.
Diese Ernährung macht den Unterschied: Das Fleisch wird fester und deutlich nussiger als bei Stallhaltung. Wer den luftgetrockneten Schinken einmal probiert hat, erkennt ihn wieder. Dasselbe gilt für den grünen Speck und für die Salami, die es klassisch, mit Chili und mit Fenchel gibt.
Parmigiano Reggiano di Montagna D.O.P.
Der Bergkäse kommt von der Bergkäserei Cavola 993 aus der D.O.P.-Region Reggio Emilia, die seit 1929 produziert. „Di Montagna" ist keine Werbung, sondern eine geschützte Zusatzbezeichnung: Milch, Herstellung und Reifung müssen im Bergland stattfinden. Zwei Stücke tragen Gold beim World Cheese Award.
Robiola aus dem Piemont
Gewürfelter Robiola d'Alba aus der Provinz Cuneo, in Olivenöl eingelegt – mit Kräutern, mit Pfeffer oder mit Trüffel. Der einzige Käse hier, der sich direkt aus dem Glas auf die Antipastiplatte heben lässt.
Wurst, Patés und Herzhaftes
Leberwurst, Bratwurst, Bierwurst, Griebenschmalz, die Patés, die Rillette und der Tonno del Chianti kommen vom selben Tier – sie stehen in den beiden letzten Untergruppen. Wer sie lieber nach der Konsistenz sucht, findet dieselben Gläser auch bei den Aufstrichen, wo Einkochen, Vorrat und Haltbarkeit erklärt sind.
Häufige Fragen
Was ist ein Eichelschwein?
Keine eigene Rasse, sondern eine Haltungsform: alte, robuste Schweinerassen, die auf Waldweiden gehalten werden und sich von Eicheln ernähren. Jedes Tier hat mindestens 1.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.
Warum ist so vieles immer wieder ausverkauft?
Weil die Haltung die Menge bestimmt und nicht umgekehrt. Ein Schinken, der ein halbes Jahr trocknet, lässt sich nicht nachbestellen. Wir listen die Artikel trotzdem weiter, damit Sie sehen, was wieder kommt.
Was bedeutet D.O.P. beim Parmigiano?
Denominazione di Origine Protetta – geschützte Ursprungsbezeichnung. Beim Parmigiano Reggiano legt sie Herkunft der Milch, Herstellung und Mindestreifezeit fest. Der Zusatz „di Montagna" verlangt zusätzlich, dass alles im Bergland stattfindet.





















































