
Bagna Cauda (milde Variante)
Rezept und Geschichte einer piemonteser Spezialität
Zutaten
Method
- Die Sardellen über Nacht in Wasser einlegen. Wenn die Sardellen gesalzen sind, wechseln Sie das Wasser zwei - dreimal aus. Dann die Fische in frischem Wasser abwaschen und ggf. ausnehmen und entgräten. Wenn Sie Sardellenfilets in Öl kaufen, müssen Sie sie natürlich nicht abwaschen und Sie sparen sich das Ausnehmen und Entgräten!
- Jetzt schneiden Sie die Knoblauchzehen in Stücke und geben Sie Sardellen und Knoblauch in eine Pfanne und erwärmen alles sehr langsam. Achten Sie darauf: das Öl darf nicht kochen, der Knoblauch darf nicht braun werden! Fügen Sie die Milch und die Tomatensauce hinzu, wenn die Sardellen zu schmelzen beginnen. Kochen Sie alles so lange bis eine cremige Soße entstanden ist.Für das Originalrezept verwenden Sie 3 Knoblauchzehen pro Person!
- Serviert wird Bagna Couda heiß mit Gemüse. Bei Bedarf können Sie die Bagna Couda während des Essens mit Olivenöl auffüllen. Bagna Cauda ist sehr sättigend. Für die Italiener ist Bagna Cauda ein „Ein-Gang-Menü“. Da es jedoch schwer verdaulich ist, wird vorher gerne eine leichte Bouillon mit etwas Rindfleisch gereicht. Als Beilage wird sehr gerne Topinambur gereicht. Gerne werden auch Endivienblätter, Blumenkohl, Kartoffeln, im Ofen zubereiteter Kürbis oder Äpfel serviert. Niemals jedoch Fleisch!
Notes
"Bagna Cauda" ist eine typische Spezialität aus dem Piemont. Es ist eine piemontesische heiße Dip-Soße, die mit sehr viel Gemüse gegessen wird. Die stark gewürzte Soße wird im Piemont gerne im späten Herbst und in den Wintermonaten serviert. Aus Gründen, die Sie gleich schon beim Lesen der Zutaten entdecken werden, können wir nicht empfehlen, die originale Bagna Cauda im Frühjahr oder im Sommer zu genießen, wenn Sie am nächsten Tag noch einen Geschäftstermin planen, denn es enthält wirklich sehr viel Knoblauch. Bagna Cauda ist ein Gourmet-Fest aus ganz schlichten Zutaten: Sardellen, Knoblauch, Olivenöl und Salz. Die Zutaten werden so lange gekocht, bis eine cremige Soße entsteht. Die Soße wird dann heiß in einem speziellen Steingut-Stövchen - dem Fojòt, welches von unten durch ein Teelicht heiß gehalten wird - serviert. Das Gefäß wird, wenn es ein großes Fojòt für alle ist, in der Mitte des Esstischs platziert. Oder es gibt für jeden Gast ein eigenes, kleines Fojòt. Und hier nun wird das – am besten frische, saisonale - Gemüse in gemütlicher Runde in Bagna Cauda gedippt. Das Gemüse kann roh, gekocht, gegrillt oder angebraten sein.