Rezept · Vorspeisen & Antipasti · Piemontesisch
Bagna Cauda – die milde Variante
Rezept und Geschichte einer piemontesischen Spezialität. Die Mengenangaben gelten pro Person – Bagna Cauda wird in geselliger Runde gegessen, jeder tunkt sein Gemüse in die warme Sauce.

Auf einen Blick
Bagna Cauda ist ein warmer Dip aus dem Piemont. Sardellen und Knoblauch werden in Olivenöl sehr langsam erwärmt, bis die Sardellen zerfallen; Milch und Tomatensauce machen die Variante mild. Die Sauce kommt heiß in ein Stövchen auf den Tisch, dazu rohes und gegartes Gemüse zum Tunken. Die Mengen gelten pro Person.
Zutaten
- 1 Zehe Knoblauch (für die milde Variante)
- 1 Glas Milch
- Saisonales Gemüse (roh, gekocht, gegrillt oder gebraten)
Zubereitung
Sardellen vorbereiten
Gesalzene Sardellen über Nacht in Wasser einlegen und das Wasser zwei- bis dreimal wechseln. Danach in frischem Wasser abwaschen, ausnehmen und entgräten. Sardellenfilets in Öl brauchen das nicht – sie kommen direkt in die Pfanne.
Sauce ziehen lassen
Die Knoblauchzehen in Stücke schneiden, mit den Sardellen in eine Pfanne geben und sehr langsam erwärmen. Das Öl darf nicht kochen und der Knoblauch nicht braun werden. Sobald die Sardellen zu zerfallen beginnen, Milch und Tomatensauce hinzufügen und alles so lange ziehen lassen, bis eine cremige Sauce entstanden ist.
Servieren
Bagna Cauda wird heiß mit Gemüse serviert und bei Bedarf während des Essens mit Olivenöl aufgefüllt. Traditionell steht sie in einem Steingut-Stövchen, dem Fojòt, das von unten durch ein Teelicht warm gehalten wird.
Tipps
Das Original
Für das Originalrezept werden drei Knoblauchzehen pro Person verwendet. Die milde Variante kommt mit einer aus und wird durch Milch und Tomatensauce zusätzlich abgerundet.
Was dazu passt
Sehr gerne Topinambur, dazu Endivienblätter, Blumenkohl, Kartoffeln, im Ofen zubereiteter Kürbis oder Äpfel. Niemals Fleisch.
Vorher etwas Leichtes
Für die Italiener ist Bagna Cauda ein Ein-Gang-Menü. Da sie schwer verdaulich ist, wird vorher gern eine leichte Bouillon mit etwas Rindfleisch gereicht.
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Was ist Bagna Cauda?
Bagna Cauda ist eine warme Dip-Sauce aus dem Piemont, die aus Sardellen, Knoblauch, Olivenöl und Salz gekocht wird, bis sie cremig ist. Sie wird heiß in einem Stövchen serviert, und dazu wird Gemüse gereicht, das man hineintunkt. Im Piemont kommt sie vor allem im Spätherbst und Winter auf den Tisch.
Was ist ein Fojòt?
Ein Fojòt ist das Steingut-Stövchen, in dem Bagna Cauda auf dem Tisch warm gehalten wird – von unten durch ein Teelicht. Entweder steht ein großes in der Tischmitte für alle, oder jeder Gast bekommt ein eigenes kleines.
Warum nicht im Sommer?
Wegen der Knoblauchmenge. Das Originalrezept rechnet mit drei Zehen pro Person – wer am nächsten Tag einen Geschäftstermin hat, verschiebt das Essen besser. Die milde Variante hier nimmt deshalb eine Zehe und gart sie in Milch.
Das passt dazu
- Hauptgerichte
Hähnchenbrust mit Kirschen von La Guinelle
- Pasta & Primi
Fettuccine e Pomodoro mit Kirschtomaten und Kapern
- Pasta & Primi
Saracene mit grünem Spargel
La Perla del Gusto
Feinkost aus Italien und Südfrankreich. Unsere Rezepte stammen von den
Manufakturen, Mühlen und Köchen, mit denen wir zusammenarbeiten. Welche
Zutaten davon bei uns im Regal stehen, steht oben in der Zutatenliste –
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Rezept von Franco Grasso





