Rezept · Vorspeisen & Antipasti · Piemontesisch
Hausgemachte Grissini
Grissini sind in Turin erfunden worden, und in Canale im Roero werden sie bis heute von Hand gedreht. Franco Grasso hat uns sein Rezept überlassen: 400 g Mehl, Wasser, Olivenöl, Hefe – und viel Zeit zum Gehen.
Der Teig verzeiht dabei fast alles. Zwei bis vier Stunden im warmen Ofen, vier bis fünf bei Zimmertemperatur, und selbst nach zwölf Stunden ist er noch in Ordnung. Die Menge reicht für vier bis sechs Personen.
Auf einen Blick
Mehl mit Salz mischen, Hefe mit warmem Wasser und Zucker schaumig schlagen und mit dem Öl untermengen. Den Teig gut verkneten und zwei bis vier Stunden gehen lassen. Zu einem flachen Viereck formen, noch einmal ruhen lassen, in zwei Zentimeter breite Streifen schneiden, verdrehen, in Grieß wälzen und bei 230 °C zehn bis zwölf Minuten backen.
Zutaten
- 400 g Mehl Typ 0
- 200 ml Wasser (warm)
- 5 g Trockenhefe
- 1 TL Zucker (wahlweise)
- 1 Handvoll Getreidemehl oder Hartweizengrieß (zum Wälzen)
Zubereitung
Schritt 1: Den Teig rühren
Das Salz gründlich mit dem Mehl mischen. Das Wasser anwärmen, dann zusammen mit der Hefe und einem Teelöffel Zucker schaumig schlagen. Diese Mischung zusammen mit dem Öl in die Schüssel mit der Salz-Mehl-Mischung geben.
Schritt 2: Kneten und gehen lassen
Mindestens zwanzig Minuten mit der Hand gut verkneten oder mindestens acht Minuten auf niedriger Einstellung mit der Küchenmaschine. Der Teig ist fertig, wenn er glatt und glänzend aussieht. Rund ausformen, in eine Schüssel legen, mit einem Handtuch bedecken und bei etwa 40 °C in den Ofen stellen. Innerhalb von zwei bis drei Stunden geht er auf mehr als das Doppelte auf.
Schritt 3: Den Teig vorbereiten
Etwas Weizenmehl auf der Arbeitsfläche verteilen. Den Teig aus der Schüssel nehmen und sehr vorsichtig zweimal falten. Dann ebenso vorsichtig formen, bis ein flaches Viereck von etwa 8 cm Breite und 2 bis 3 cm Höhe entsteht – die Länge spielt keine Rolle. Die Oberfläche mit Öl einpinseln, mit einer doppelt so großen Folie bedecken und noch einmal 20 bis 40 Minuten ruhen lassen. Jetzt den Ofen auf 230 °C vorheizen.
Schritt 4: Drehen
Den Teig in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Ein Teigstück so nehmen, dass etwa 5 cm zwischen den Fingern liegen, es in der Luft um die eigene Achse drehen und dabei vorsichtig auseinanderziehen.
Schritt 5: Backen
Die Teigstränge vor dem Auflegen kurz in etwas Grieß wälzen. Das Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Grissini zehn bis zwölf Minuten backen. Die Backzeit hängt vor allem von der Dicke ab und von der Mehlmischung. Sobald die Oberfläche goldgelb wird, können sie heraus. Zum Abkühlen aus dem Ofen nehmen – fertig.
Tipps
Einen probieren
Man sollte beim Backen mindestens einen Grissino probieren, um zu sehen, ob er knusprig genug ist.
Der Teig verzeiht viel
Es schadet dem Teig nicht, wenn er länger ruht. Selbst nach zwölf Stunden ist er noch völlig in Ordnung.
Ofen oder Zimmertemperatur
Bei etwa 40 °C im Ofen geht der Teig in zwei bis drei Stunden auf. Bei Zimmertemperatur braucht er vier bis fünf Stunden.
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Häufige Fragen
Wie lange muss der Grissini-Teig gehen?
Bei etwa 40 °C im Ofen zwei bis drei Stunden, bei Zimmertemperatur vier bis fünf. Nach dem Formen ruht er noch einmal 20 bis 40 Minuten.
Bei welcher Temperatur backt man Grissini?
Bei 230 °C, zehn bis zwölf Minuten, bis die Oberfläche goldgelb ist. Die genaue Zeit hängt von der Dicke der Grissini und von der Mehlmischung ab.
Wozu wälzt man die Teigstränge in Grieß?
Der Grieß verhindert, dass die Stränge auf dem Blech kleben, und gibt der Oberfläche ihren rauen Biss.
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Ein Rezept von Franco Grasso, Ca Momplin, Canale (Cuneo), Italien



